Carba Stiftung Hofgut Gümligen

Studienauftrag, 2007

Die Garba-Stiftung Hofgut Gümligen plant auf Ihrem Hofgut-Areal im alten Dorfkern von Gümligen einen Büroneubau. Das Hofgut-Areal besteht aus einer wunderschönen Parkanlage, der Campagne Hofgut von 1741 mit corps de logis, Innenhof, Terrassen, Stöckli und Spycher. Die zur Verfügung stehende Parzelle grenzt direkt nördlich an das Hofgutareal und ist umgeben von einer gewachsenen Dorfkernstruktur. Alte Einfriedungen und Stützmauern prägen diesen Ort.

Der Neubau fügt sich unaufdringlich in diesen Ort ein und verbindet sich mit der vorhandenen Umgebung. Das eigentlich in Erscheinung tretende Volumen ist zweigeschossig und steht gegenüber dem Innenhof des Hofgutareals um ein Geschoss erhöht. Über diesen Geländesprung gelangt man in den zentralen Kern des Neubaus, welcher sich durch alle Geschosse zieht und von oben durch eine grosse ‘Laterne’ belichtet wird.

Um den Kern reihen sich Büroräume und Besprechungszimmer auf. Das Rastermass und die Bürotiefe ermöglichen eine hohe Nutzungsflexibilität.

Die Fassade ist geprägt von vertikalen, tragenden Lamellen, welche der Fassade eine Tiefe verleihen. Es entsteht ein Spiel von Licht und Schatten. Farbe und Textur von Sandstein sollen primär die Erscheinung prägen. So sind die neuen Stützmauern, die Deckenstirnen und Lamellen in Sandstein oder mit sandsteinähnlicher Oberfläche vorgesehen.
Mit der Betonung der Geschossigkeit (Sockel und Deckenstirne) bezieht sich der Neubau auf die klassische Formensprache des Hofgutes.
Der Erschliessungskern weist auch vorwiegend Sandsteinoberflächen auf und sucht die Analogie zu den äusseren Zugängen , die ebenfalls von Sandsteinstützmauern umgeben sind.

Bauherrschaft Carba-Stiftung Hofgut, Gümligen